Zippert April 2012
Auf der Cebit stand „Cloud Computing“ im Mittelpunkt. Dabei werden Daten irgendwie ins Internet ausgelagert. Das spart Festplattenspeicher, und Zugangsberechtigte können auf die Internetwolke jederzeit zugreifen. Bundeskanzlerin Merkel zeigte sich bei einem Rundgang auf der Cebit sehr interessiert und äußerte die Hoffnung, das Verfahren könne sich bald auch in anderen Bereichen durchsetzen. Beim Cloud-Abwasching wird das schmutzige Geschirr einfach ausgelagert, damit es keinen Speicherplatz in der Spüle wegnimmt und jeder darauf zugreifen kann, der die Lizenz zum Abwasch hat. Große Hoffnungen setzt man auch in Cloud-Altenpfleging, wo man die Alten einfach auslagert. Dann nehmen sie im Wohnzimmer keinen Platz mehr weg, und jeder, der Lust hat, kann sich in der Altenwolke um sie kümmern. Weniger nachgefragt ist noch Cloud-Fortpflanzing, wo Dienstleister ihre Sexualorgane auslagern können, und, tja, da arbeitet die Wissenschaft noch dran. Serienreif sind dagegen schon Cloud-Pfandflasching, Cloud-Restmülltonning und Cloud-Damenschuhschranking.
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