Zippert August 2012
Fehlkauf – Steuer-CD hat schlechte Tonqualität: Nicht nur der Bandname „Daten von Steuersündern“ verwirrt die Wähler in NRW, auch der Ankauf der Raubkopien an sich. Und um GEMA-Gebühren zu sparen, werden die CDs nicht mal öffentlich abgespielt. Anstatt Musik über iTunes zu beziehen oder eine gute alte Schallplatte zu kaufen, setzt die nordrhein-westfälische Regierung auf Raubkopien mit schlechter Tonqualität. Die nordrhein-westfälische Regierung hat ein paar Millionen Euro für zwei CDs aus der Schweiz bezahlt, deren Tonqualität ziemlich bescheiden sein soll. Dabei handelt es sich nicht um ein unbekanntes Werk von DJ Bobo, angeblich ist überhaupt keine Musik zu hören. Die Wähler werden sich wohl inzwischen fragen, ob sie sich für die richtige Regierung entschieden haben oder ob sie gar arglistig getäuscht wurden. Der Kauf von Raubkopien mit Steuermitteln gehörte nämlich nicht zu den Wahlversprechen von Rot-Grün. Warum besorgen sich die Politiker das Gewünschte nicht wie jeder normale Steuerzahler bei iTunes? Warum investieren sie nicht in wertbeständige Schallplatten, möglichst in Mono, statt in das vollkommen überholte Trägermedium Compact Disc? Auf den obskuren CDs hört man „Daten von Steuersündern“. Ein sperriger Name, der an Gruppen wie Einstürzende Neubauten oder Men Without Hats denken lässt. Und was hat der Bürger davon? Nichts, denn die nordrhein-westfälische Regierung denkt nicht daran, die CDs öffentlich abzuspielen, um möglichen Gema-Forderungen aus dem Wege zu gehen.
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